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Meerbuscher Souvenirs

von Hans Männel

Der Meerbuscher Baubetriebshof war am Samstagvormittag Ziel zahlreicher Liebhaber der alten Haltestellenschilder. Schon eine Stunde vor Verkaufseröffnung sicherten sich die ersten Fans "eine gute Ausgangsposition".

Trotz des eher nasskalten und ungemütlichen Frühjahrswetters waren am Samstag,16. März, zahlreiche Meerbuscher der Aufforderung ihrer Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage gefolgt und hatten sich das versprochene „Stück Heimatgeschichte“ gesichert. Dieses stand auf dem städtischen Baubetriebshof in der Berta-Benz-Straße im Ortsteil Strümp für sie bereit.

Auch im Meerbuscher Ortsteil Büderich gibt es ein Deutsches Eck. Ab Oktober 1925 bis Mai 1954 fuhr hier eine Straßenbahnlinie der Rheinischen Bahngesellschaft, die eine schnelle Querverbindung zwischen dem Handweiser und Büderich bot.

Von 11 Uhr bis 13 Uhr bot die Rheinbahn rund 90 ausrangierte Haltestellenschilder zum Verkauf, die im Zuge des neuen Netzes unbrauchbar geworden waren und – wie bereits seit Februar 2016 im gesamten Bedienungsgebiet – ausgetauscht werden mussten. Bei dieser Gelegenheit wurden sie nicht nur aktualisiert, sondern außerdem in neuem Material und modernem Design erstellt.

Wer es auf ein bestimmtes Schild abgesehen hatte, beherzigte den Rat der Bürgermeisterin möglichst früh vor Ort zu sein und sich auch über den Transport Gedanken zu machen. Denn gut 20 Kilogramm wiegen die massiven Metallschilder, die nun einen neuen Standort bei den Meerbuscher Bürger- und Heimatvereinen, aber ebenso in privaten Gärten, Hobby- oder Partykellern finden werden.

Bei dem Andrang blieb nicht aus, dass an der Kasse (mit Philip Jurke, Alexander Schmitz) auch kurze Wartezeiten entstanden.

Die Gründe ein solches Schild zu erwerben sind vielfältig, wie sich bei den vorausgegangenen Verkaufsaktionen in Düsseldorf und Umgebung gezeigt hat. Da möchte man ein Souvenir, weil man von dieser Haltestelle immer mit Bus oder Bahn in die Schule oder zu seinen ersten Verabredungen gefahren ist oder in der Nähe die erste eigene Wohnung gehabt hat. Gute Gründe hatten Interessierte aber auch den sozialen Zweck zu unterstützen, dem der Erlös aus dem Verkauf zugutekommen soll.

Tatkräftig unterstützt wurde der Verkauf wiederum vom Verein "Linie D". Innerhalb kürzester Zeit war das Angebot fast ausverkauft. 70 Haltestellenschilder fanden einen neuen Besitzer.


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