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Eine Institution, die die Geschichte und die Vielfalt der Verkehrsbetriebe und Herstellerfirmen der Region Düsseldorf dokumentiert und sie für die Öffentlichkeit erleb- und im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar macht, existiert derzeit nicht. Es ist jedoch vorrangiges Ziel der Aktivitäten dieses Vereins, dieses baldmöglichst mit einem Nahverkehrs-Museum im Betriebshof "Am Steinberg" in Düsseldorf-Bilk zu schaffen. Düsseldorf bietet geradezu ideale Voraussetzungen als Standort für ein Museum, in dem Straßenbahnen, Busse und ihr städtebauliches und soziales Umfeld präsentiert werden:
· Eine über 120jährige Tradition bei Betrieb und Bau von Nahverkehrsfahrzeugen · Eine vielfältige Sammlung historischer Fahrzeuge und weiterer Exponate · Ein umfangreiches oberirdisches Schienennetz für abwechslungsreiche Einsatzmöglichkeiten · Einen historischen Betriebshof
Das Nahverkehrs-Museum soll thematisch dem öffentlichen Personennahverkehr in Düsseldorf und den Städten, Kreisen und Gemeinden des angrenzenden Umlandes gewidmet sein. Innerhalb des Museums werden die verschiedenen Aspekte des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) und seines Umfeldes thematisiert, z.B.
- Die Entwicklung des ÖPNV und seiner Technik
- Die Geschichte des Waggonbaus und der Zubehörindustrie in Düsseldorf
- Arbeitswelt ÖPNV
- Das soziale Umfeld (Düsseldorf und die Düsseldorfer)
- Die Entwicklung der Städte und Stadtteile, Kreise und Gemeinden,
Da fast alle Fahrzeuge fahr- oder zumindest rollfähig erhalten werden sollen, kann die Aufstellung in jeder Beziehung variabel gestaltet und den abwechselnden Themen der Ausstellung angepasst werden.
Herzstück des Museums wird die Sammlung von Originalfahrzeugen sein. Die ca. 50 Straßenbahn-Trieb- und Beiwagen sowie Busse erlauben einen so vielfältigen Überblick über die Entwicklung der Fahrzeuge für die Stadt- und Fernlinien wie in keiner anderen Stadt Westdeutschlands.
Die Fahrzeuge sollen jedoch nicht nur tote Objekte sein, sondern auch sooft wie möglich rollen. Ein großer Vorteil für Düsseldorf als Standort eines Nahverkehrs-Museums ist, dass es hier neben den teilweise unterirdisch geführten Stadtbahnen auch zukünftig ein umfangreiches, ausschließlich oberirdisch trassiertes Straßenbahnnetz geben wird. Dieses heute ca. 85 km lange Netz bietet so vielfältige und abwechslungsreiche Einsatzmöglichkeiten für historische Straßenbahnzüge wie keine zweite Stadt in Westdeutschland.
In den anderen Städten an Rhein und Ruhr sind die innerstädtischen Streckenabschnitte unter die Erde verlagert worden. Wer jedoch an einer Stadtrundfahrt teilnimmt, möchte schließlich Straßen, Plätze, Grünanlagen, Häuser und Menschen sehen und nicht über weite Strecken in einer grauen Betonröhre befördert werden. Für Sonderfahrten unter Einbeziehung der U-Bahn-Strecken könnten ausgewählte Fahrzeuge auch mit der erforderlichen Technik ausgerüstet werden.
In der Ausstellung werden auch Bilder, Bücher, Fahrpläne, Uniformteile, Entwerter, Zielfilme und sonstige Erinnerungsstücke präsentiert. Es sind oft handwerklich anspruchsvolle oder von nostalgischen Erinnerungen reiche Exponate. Berücksichtigt werden soll auch die Technik, die den Fahrgästen oft verborgen bleibt, wie z.B. Gleisbau oder Fahrleitungen.
Ein der Verkehrsmittelausstellung angeschlossenes Bild- und Textarchiv ermöglicht es Interessierten, auf Bücher, Zeitschriften, Photos, Filme etc. zurückzugreifen. Daneben werden Vorträge, Videoabende oder Diaschauen organisiert. Daher sollte eine Möglichkeit für Vorträge, Filmvorführungen u.s.w. geschaffen werden.
Betriebssituationen, die in natura nicht mehr existieren, sowie Fahrzeuge, von denen nichts erhalten geblieben ist, werden in Form von Modellen, Dioramen und einer Modell-Straßenbahnanlage gezeigt.
Hervorzuheben sind hierbei insbesondere die großmaßstäblichen und handwerklich hervorragenden Modelle, die von Rheinbahn-Lehrlingen hergestellt worden sind.
Eine Ausstellung ist nur so gut wie die Räumlichkeiten, in denen sie präsentiert wird. Neben der reinen Fahrzeugausstellung sind Räume erforderlich für
- Fahrzeugausstellung
- Werkstatt
- Dauer- und Wechselausstellungen
- Vorträge und Vereinsversammlungen
- Kasse / Garderobe / Souvenirverkauf
- Modellbahnanlage(n)
- Archiv und Magazin / Lager
- Verwaltung / Büro
- Gastronomie
- Veranstaltungen
- Sanitäre Anlagen / Elektrik / Heizung
Ideal ist die Einrichtung in einem historischen Straßenbahn-Depot, das nicht mehr für den Alltagsbetrieb benötigt wird. Eine derartige Lösung stellt auch die Einsatzmöglichkeit der Fahrzeuge im Netz sicher. Diese Anforderungen erfüllt in idealer Weise der 1909 erbaute Betriebshof "Am Steinberg" in Düsseldorf-Bilk zwischen Himmelgeister Straße und Merowingerstraße
Der Betriebshof "Am Steinberg" steht mittlerweile - zumindest teilweise - unter Denkmalschutz. Geprüft werden muss noch, welche Hallen und Gebäudeteile zu erhalten sind, um die vielfältigen Nutzungen beherbergen zu können und welche Teile einer anderen Nutzung zugeführt werden können. Gegenwärtig besteht dieser Betriebshof aus drei Hallen (Große Halle, Waschhalle, Stumpfhalle) mit 17 Gleisen von je 110 bis 120 m Länge. Baurechtlich bestehen gegen eine zukünftige Nutzung als Museum keine Bedenken.
Neben dem umfangreichen historischen Fahrzeugpark und den vielfältigen Fahrmöglichkeiten wird mit dem Betriebshof "Am Steinberg" auch das dritte Kriterium für ein erfolgreiches Nahverkehrs-Museum erfüllt.
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