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Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr Düsseldorf e. V.
Wiederinbetriebnahme der Ratinger Strecke, Umbau des Jan-Wellem-Platzes, Neugestaltung des Aachener Platzes – der Herbst 2010 ist von mehreren Großprojekten im Rheinbahnnetz gekennzeichnet. Dazu kommt „alle Jahre wieder“ ein verstärkter Verkehr an den Samstagen vor Weihnachten. Das sind genug Anlässe, warum der Wageneinsatz vom Alltäglichen abweichen kann. Während der Fahrgast dann statt des gewohnten Niederflurwagens ausnahmsweise mit einer rot/weißen Bahn oder noch einmal mit einem „gelben Klassiker“ vorlieb nehmen muss, freut sich der Bahnfreund über seltene Einsätze von Fahrzeugen auf Strecken, auf denen sie sonst nicht zu sehen sind. Hier eine Auswahl aus den letzten Wochen.
Gleich mehrere Besonderheiten ergaben sich Mitte November. Am 12. November erfolgte die Abnahmefahrt nach Ratingen mit einer NF8 U-Traktion und dem Tw 2432. Als nach Abschluss der Probefahrten die Strecke durch einen Unfall blockiert war, sprangen beide Züge nach Störungsende kurzerhand als Fahrgastwagen ein. So kam der eigentlich historische Sechsachser 2432 spontan noch einmal zu Linien-Ehren – besser ein kleiner Sechsachser als gar keine Bahn.
Am folgenden Wochenende endete die Linie 712 noch in der Kehranlage Hubertushain, wegen Bauarbeiten am Jan-Wellem-Platz und am Aachener Platz waren in der Stadtmitte und auf dem südlichen Linienabschnitt umfangreiche Umleitungen erforderlich. Weil die 60 Meter langen NF8 U-Doppeltraktionen jedoch nicht auf allen Streckenabschnitten fahren können, halfen ersatzweise GT8S- und auch einzelne GT8SU-Triebwagen auf der Linie 712 aus.
Im Vorfeld der GT8S-Einsätze auf der Linie 712 am Wochenende 12. bis 14. November gaben die GT8S zusätzlich noch ein zweitägiges Gastspiel auf der Linie 708. Für das bevorstehende Wochenende erfolgte nach und nach die Umstationierung zum Btf. Lierenfeld, von wo aus es ausnahmsweise die Fahrten zwischen „Kappes-Hamm“ und Mörsenbroich gab.
An den Samstagen vor Weihnachten verstärkt die Rheinbahn regelmäßig das Platzangebot auf zahlreichen Linien. Teilweise wird in dichterem Takt gefahren (so auf den Straßenbahnlinien 703, 706 und 712), weshalb zusätzliche Fahrzeuge im Einsatz stehen. Dabei unverzichtbar sind auch die letzten GT8S-Triebwagen, die über lange Zeiträume samstags schon gar nicht mehr zu sehen waren. Am 20. November wurde auf der Linie 704 außerdem der Soloachtachser 2656 eingesetzt, der als einziger über keinen „festen“ Beiwagen verfügt.
(ve)
16. Mai 2012 - Bereits seit Anfang Dezember waren die letzten drei verbliebenen GT8 nicht mehr im Linieneinsatz zu beobachten. Nun bietet die Rheinbahn die Möglichkeit, sich von den klassischen Düwag-Gelenkwagen zu verabschieden.
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Die neue Ausgabe unserer Vereinszeitschrift ist mit
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